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Wie Patienten dich googeln — und was sie dabei sehen

Therapendo Redaktion|26. März 2026|7 Min. Lesezeit
Wie Patienten dich googeln — und was sie dabei sehen

Stell dir vor, jemand hat deinen Namen von einer Kollegin bekommen. Ein kurzer Hinweis unter Kollegen, ein Post-it auf dem Küchentisch, eine Empfehlung im Gespräch. Die Person geht nach Hause, setzt sich hin — und googelt dich.

Was in den nächsten dreißig Sekunden passiert, entscheidet oft mehr als du denkst.

Der Moment vor dem Anruf

Empfehlungen funktionieren heute anders als früher. Früher hat man die Nummer angerufen, die man auf dem Zettel hatte. Heute googelt man zuerst. Nicht weil man misstrauisch ist, sondern weil man sich ein Bild machen will — von der Person, von der Praxis, davon ob das passen könnte.

Das ist kein rationales Abwägen. Es ist eher ein Bauchgefühl, das sich in diesen dreißig Sekunden bildet — der erste Eindruck deiner Website entscheidet, ob jemand bleibt oder weiterkickt. Und es basiert fast vollständig darauf, was Google zurückwirft.

Was findet jemand, wenn er deinen Namen sucht?

In vielen Fällen: einen Jameda-Eintrag, den du nie aktiv angelegt hast. Vielleicht ein Verzeichnis der Kassenärztlichen Vereinigung mit Adresse und Öffnungszeiten. Manchmal gar nichts — oder noch schlimmer, eine veraltete Website, die seit Jahren nicht mehr angefasst wurde und auf der als Telefonnummer noch die alte Nummer steht. Warum du dich nicht auf Portale allein verlassen solltest, beschreiben wir in Jameda, Therapie.de oder eigene Website?.

Das ist kein Vorwurf, das ist einfach wie es bei den meisten Praxen aussieht. Denn wer hat schon Zeit, sich darum zu kümmern, wenn der Kalender voll ist und die Arbeit mit Patienten im Vordergrund steht.

Was Patienten eigentlich suchen

Wenn jemand eine Therapeutin sucht, sucht er nicht nach einem Lebenslauf. Er sucht nach einem Gefühl von Vertrautheit — bevor er sich überhaupt meldet.

Das klingt vielleicht unscheinbar, ist aber wichtig: Der erste Kontakt findet heute oft still statt, lange bevor jemand den Hörer in die Hand nimmt. Menschen lesen, wie du über deine Arbeit sprichst. Sie schauen, ob sie sich in deinen Schwerpunkten wiederfinden. Sie entscheiden auf Basis von Formulierungen und Tonalität, ob sie das Gefühl haben, dass du verstehen könntest, womit sie kämpfen.

Eine Adresse und eine Telefonnummer reichen dafür nicht.

Gleichzeitig suchen sie nach ganz pragmatischen Dingen: Nimmst du Kassenpatienten? Bist du per Videotermin erreichbar? Wie lange sind die Wartezeiten ungefähr? Gibt es eine Möglichkeit, sich erstmal unverbindlich zu melden?

Wenn das alles fehlt, ist die häufigste Reaktion nicht ein Anruf — sondern weiterklicken. Welche Informationen auf welche Seite gehören und wie du sie formulierst, beschreibt unser Leitfaden zu Website-Texten für Therapeut:innen im Detail.

Was eine gute Website hier leistet

Eine Website ist keine Werbung. Das ist ein wichtiger Unterschied, gerade für Therapeuten, die mit Selbstvermarktung nicht viel anfangen können — und das aus gutem Grund nicht müssen.

Eine Website ist eine Möglichkeit, sich so zu zeigen, wie man ist. Ohne Übertreibung, ohne Versprechen, ohne Heilsversicherungen. Einfach klar: Wer bin ich, was biete ich an, wie kann man mich erreichen — und was passiert dann.

Dabei geht es nicht nur um den Text. Auch die technische Seite muss stimmen: Kontaktformulare müssen verschlüsselt sein, die Datenschutzerklärung aktuell und das Impressum vollständig. Was genau die DSGVO von Therapeuten-Websites verlangt, erklärt unser DSGVO-Leitfaden mit Checkliste. Und falls du das Gefühl hast, dass deine Website zwar existiert aber keine Anfragen bringt, lohnt sich ein Blick auf die 5 häufigsten Gründe dafür.

Was passiert, wenn du gar nicht zu finden bist

Es gibt eine Version, die schlechter ist als eine veraltete Website: gar keine zu haben. Warum Google deine Praxis nicht findet — und was du ändern kannst, beschreiben wir separat.

Wer nichts findet, wenn er sucht, interpretiert das. Nicht unbedingt negativ — aber er interpretiert. Vielleicht denkt er, die Praxis nimmt keine neuen Patienten an. Vielleicht ist er unsicher, ob die Praxis überhaupt noch aktiv ist. Vielleicht weicht er einfach auf jemanden aus, bei dem er sich schneller orientieren konnte.

Das gilt übrigens auch für Praxen mit vollen Wartelisten. Selbst wenn du keine neuen Patienten aufnehmen kannst, ist eine klare Online-Präsenz ein Zeichen von Professionalität — und sie sorgt dafür, dass du für Zuweiser, Kollegen und potenzielle Kooperationspartner als ernstzunehmende Adresse wahrgenommen wirst. Nicht jede Anfrage muss von einem Patienten kommen.

Der einfachste erste Schritt

Du musst dafür keine Stunden in Webdesign investieren oder dich durch technische Handbücher arbeiten. Was eine Praxis-Website tatsächlich kostet, haben wir in Was eine Praxis-Website wirklich kostet aufgeschlüsselt — und wenn du es lieber selbst machen willst, findest du dort eine ehrliche Einschätzung.

Was du brauchst, ist eine Seite, die klar erklärt wer du bist und was du machst — in deinen Worten, nicht in irgendeiner Schablone. Die erklärt, wie der erste Kontakt aussieht. Und die sicherstellt, dass Anfragen, die über die Website kommen, so ankommen wie sie sollen: ohne dass du dir Sorgen machen musst, wer da eigentlich schreibt.

Wenn du noch keine Website hast oder deine schon lange nicht mehr angefasst wurde, ist das kein schlechtes Gewissen wert. Aber es lohnt sich, sich einmal dreißig Sekunden in die Schuhe deiner nächsten Patientin zu versetzen — und zu googeln, was sie findet.

Was genau auf deine Website gehört — und was du dir sparen kannst — beschreiben wir in Praxis-Website erstellen: Was Therapeuten wirklich brauchen. Und wenn du wissen willst, welcher Baukasten sich wirklich für Therapeut:innen eignet, wirf einen Blick in unseren Vergleich von Wix, WordPress, Jimdo und Therapendo.

Deine Praxis verdient eine Website, die für dich arbeitet

Therapendo ist der Website-Baukasten für Heilberufe — mit verschlüsselten Patientenanfragen, automatischen Rechtstexten und Vorlagen, die für Therapeut:innen gemacht sind.

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